Matratzenratgeber: Welche Matratze passt zu mir?

Eine gute Matratze ist für einen gesunden und erholsamen Schlaf unerlässlich und trägt maßgeblich zu Ihrem Wohlbefinden bei. Da Sie rund ein Drittel Ihres Lebens im Bett verbringen, muss die Wahl der Matratze mit Bedacht getroffen werden. Beim Matratzenkauf begegnen Ihnen verschiedene Fachbegriffe und Materialeigenschaften, außerdem sind Ihre eigenen Bedürfnisse und Schlafgewohnheiten für das perfekte Modell entscheidend. In unserem Matratzenratgeber erklären wir Ihnen alles, was Sie über Matratzen wissen müssen und welche Überlegungen beim Kauf wichtig sind. So helfen wir Ihnen dabei, herauszufinden, welche Matratze am besten zu Ihnen und Ihren individuellen Schlafgewohnheiten passt.

Diese Faktoren sind beim Kauf einer Matratze wichtig

Wenn Sie sich auf die Suche nach einer neuen Matratze begeben, gibt es einige Faktoren, die Sie berücksichtigen müssen. Dabei kommt es in erster Linie auf Ihre persönlichen Bedürfnisse und Ihr Empfinden an.

  • Schlafposition: Schlafen Sie auf der Seite, dem Rücken oder dem Bauch? Je nach Liegeposition ändern sich auch die Anforderungen an die Matratze, um den bestmöglichen Komfort zu gewährleisten.
  • Körpergröße und -gewicht: Ihre Körpergröße und Ihr Gewicht sind für die Größe der Matratze sowie für den richtigen Härtegrad entscheidend.
  • Rückenschmerzen: Bei Rückenschmerzen oder anderen körperlichen Beschwerden wirkt eine gute Matratze druckentlastend und kann helfen, die Schmerzen zu lindern. Konsultieren Sie dabei unbedingt auch einen Arzt, um die richtige Entscheidung zu treffen.
  • Wärmeempfinden: Matratzen speichern Wärme ganz unterschiedlich. Hier kommt es darauf an, ob Sie leicht frieren oder Sie nachts schnell schwitzen, weil Ihnen zu warm ist.
  • Allergien: Haben Sie Allergien? Dann achten Sie beim Kauf auf antiallergische und antibakterielle Materialien sowie abzieh- und waschbare Bezüge.

Härtegrade, Liegezonen und Co. – was macht eine gute Matratze aus?

Beim Matratzenkauf werden Sie auf verschiedene Fachbegriffe und Kriterien stoßen, die in Gesamtheit die Qualität einer Matratze ausmachen. Wir erklären Ihnen im Folgenden, welche Eigenschaften es gibt und was die Fachbegriffe jeweils beschreiben.

Härtegrade

Matratzen sind in unterschiedlichen Härtegraden erhältlich, die je nach Matratzenart von sehr weich bis sehr hart variieren und – wie der Begriff vermuten lässt – angeben, wie weich oder hart Sie liegen. Das wichtigste Kriterium für den passenden Härtegrad ist Ihr Körpergewicht, allerdings müssen Sie für das optimale Liegegefühl auch Ihre bevorzugte Schlafposition berücksichtigen. Bei einem Termin in einer unserer Filialen beraten wir Sie gerne, welcher Härtegrad am besten zu Ihnen passt. Außerdem hilft Ihnen ein ausgiebiges Probeliegen im Geschäft, um festzustellen, mit welcher Festigkeit Sie sich am wohlsten fühlen.

  • Härtegrad 1 (sehr weich): H1 ist bei Matratzen für Erwachsene eher selten zu finden und eignet sich nur für Personen, die weniger als 60 kg wiegen. Daher kommt dieser Härtegrad vor allem bei Kindermatratzen zum Einsatz. Selbst wenn Sie ein sehr weiches Liegegefühl bevorzugen und sehr leicht sind, greifen Sie besser zu Härtegrad 2.

  • Härtegrad 2 (weich): Matratzen mit H2 empfehlen sich für Menschen mit einem Körpergewicht zwischen 60 und 80 kg und sind vor allem bei Frauen sehr beliebt. Seitenschläfer fühlen sich auf Modellen mit diesem Härtegrad besonders wohl, da Schultern und Hüfte leicht einsinken können, der Nackenbereich aber dennoch ausreichend gestützt wird.

  • Härtegrad 3 (mittelfest): H3 eignet sich bei einem Körpergewicht von 80 bis 100 kg. Mittelfeste Matratzen empfehlen sich zum Beispiel für Rückenschläfer, da das Becken in der Regel nicht durchhängen kann und sich die Wirbelsäule in einer geraden Position befindet.

  • Härtegrad 4 (hart): Harte oder feste Matratzen mit H4 eignen sich bei einem Körpergewicht ab 100 kg, die Obergrenze liegt bei etwa 150 kg, variiert jedoch von Hersteller zu Hersteller. Insbesondere Bauchschläfer empfinden harte Matratzen als angenehm.

  • Härtegrad 5 (sehr hart): H5 beschreibt sehr feste Matratzen und ist ebenfalls eher selten erhältlich. Derart harte Matratzen sind nur für sehr schwere Personen ab ca. 150 kg Körpergewicht geeignet.

Liegezonen

Liegezonen

Hochwertige Matratzen sind normalerweise in mehrere Liegezonen unterteilt, um eine korrekte, ergonomische Lage des Körpers zu gewährleisten. Die gängigste Variante weist sieben Liegezonen auf, es gibt aber auch Modelle mit drei, fünf oder neun Zonen. Es kommt nicht zwangsläufig auf die Anzahl der Zonen an, sondern darauf, wie diese unterteilt sind: Da die Matratze durch den Körper an verschiedenen Stellen unterschiedlich belastet wird, sind die Liegezonen an den jeweiligen Körperbereichen orientiert und passen sich dort exakt an, um den besten Liegekomfort und eine angenehme Nachtruhe zu ermöglichen.

  1. Kopf und Nacken: Die Kopf- und Nackenzone ist in der Regel mittelfest gefedert, um den Kopf stabil zu halten und eine Überdehnung des Nackens zu verhindern.
  2. Schultern: Die Schulterzone ist einer der weichsten Bereiche der Matratze. Schulter und Oberarm können (bei Seitenschläfern) mit wenig Gegendruck in die Matratze einsinken, sodass Ihre Muskulatur entlastet und Verspannungen vorbeugt wird.
  3. Lendenwirbel: Hierbei handelt es sich um eine der härtesten Zonen der Matratze. Sie sorgt dafür, dass die Lendenwirbelsäule optimal und ergonomisch korrekt gestützt wird und fördert eine gute Durchblutung.
  4. Becken: Der Mittelpunkt der Matratze ist mit relativ weichem Material ausgestattet, damit Hüfte und Becken – wie die Schultern in Zone 2 – gut einsinken können und eine gerade Lagerung der Wirbelsäule gegeben ist. Gleichzeitig ist eine ausreichende Stützkraft und Federung wichtig, da es sich beim Becken um die schwerste Körperpartie handelt.
  1. Oberschenkel und Knie: Nach dem weicheren Mittelpunkt ist diese Zone wieder etwas härter gefedert, damit sich Rumpf und Beine in einer geraden Lage befinden und die Wirbelsäule entlastet wird.
  2. Waden: Die Waden- und Venenzone ist besonders weich und elastisch und unterstützt eine optimale Durchblutung der sensiblen Venen in den Unterschenkeln. So wird Wadenkrämpfen effektiv vorgebeugt.
  3. Füße: Das mittelfeste Material der Fußzone sorgt für eine gesunde Stützung der Füße und verhindert das Abknicken der Gelenke. Fersen, Gelenke und Knöchel werden durch die Federung wirksam entlastet.

Gut zu wissen: Die gegenüberliegenden Zonen einer Matratze (1 und 7, 2 und 6 sowie 3 und 5) sind jeweils gleich bzw. symmetrisch aufgebaut, sodass ein Drehen und Wenden der Matratze problemlos möglich ist.

Kernhöhe

Jede Matratze hat einen Kern, der ausschlaggebend für die Art, Leistung und Qualität der Matratze ist. Zusammen mit dem Matratzenbezug und seiner Ummantelung sorgt der Kern für das charakteristische Liegegefühl des jeweiligen Modells. Die Kernhöhe bezeichnet die Höhe dieses Kerns. Idealerweise beträgt die Kernhöhe bei einer guten Matratze mindestens 20cm.

Raumgewicht

Das Raumgewicht (kurz RG) ist ein Kriterium für die Haltbarkeit der Matratze und beschreibt, wie viel Rohmasse für einen Kubikmeter Schaumstoff verwendet wurden. Je höher der Wert, desto mehr Rohmasse wurde verwendet, desto stabiler ist das Material und desto langlebiger ist die Matratze. Um das Raumgewicht zu berechnen, wird das Gewicht (in Kilogramm) durch das Volumen der Matratze (Länge x Breite x Höhe in Kubikmetern, m³) geteilt. Ideal ist ein RG-Wert ab 40 – hier hält die Matratze durch die verwendete Rohmasse in der Regel sechs bis acht Jahre.

Stauchhärte

Die Stauchhärte beschreibt die Festigkeit von Schaumstoffen in Kilopascal (kPA) und ist vor allem bei Matratzenmodellen mit Schaumstoffkern ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Dabei ist die Stauchhärte nicht mit dem Härtegrad der Matratze zu verwechseln! Im Wesentlichen gibt die Stauchhärte an, wie viel Kraft nötig ist, um den Schaumstoff bis zu einem gewissen Punkt zusammenzudrücken. Je höher der Wert, desto fester ist der Schaumstoff. Das bedeutet gleichzeitig, dass eine Matratze mit einer höheren Stauchhärte belastbarer ist. Für leichte Personen reicht eine Stauchhärte von 30 kPa, Menschen mit einem höheren Körpergewicht sollten lieber zu Matratzen mit einem Stauchhärtewert von 40 kPa greifen.

Gut zu wissen: mehr Komfort durch Matratzentopper

Unabhängig von den Eigenschaften der Matratze können Sie den Liegekomfort mit Matratzentoppern zusätzlich steigern und den Härtegrad individuell modifizieren. Gleichzeitig sorgen Topper für eine bessere Hygiene und erhöhen im Vergleich die Lebensdauer der Matratze. Eine in die Jahre gekommene Matratze sollte dennoch ausgetauscht werden – ein neuer Topper allein kann eine alte Matratze nur in gewissem Maß aufwerten.

Matratzen für verschiedene Schlafpositionen

Die meisten Menschen haben eine bevorzugte Schlafposition – auch das ist ein Faktor, der beim Matratzenkauf berücksichtigt werden muss. Denn jede individuelle Liegeposition bringt spezielle Bedürfnisse und Anforderungen mit sich. Im Idealfall unterstützt die richtige Matratze Ihre Schlafposition, damit sich Ihr Körper nachts immer in einer korrekten Lage befindet. Auch hier ist der Härtegrad ein wichtiges Kriterium, denn je nach Schlafgewohnheiten und -position variieren auch die geeigneten Matratzenarten.

Seitenschläfer

Die Seitenlage ist die beliebteste Schlafposition und dabei auch gesund für den Körper. Der Rücken wird entlastet, die Muskeln können sich entspannen und die Atmung wird verbessert. Um die gesunde Lagerung des Körpers zu unterstützen, müssen Hüfte und Schultern in die Matratze einsinken können, damit die Wirbelsäule eine gerade Linie bildet. Im Bereich des Rumpfes hingegen muss die Matratze ausreichend stützen, damit die Wirbelsäule nicht durchhängt. Für Seitenschläfer empfehlen sich aus diesem Grund besonders Matratzen mit Härtegrad 2 bis 3, idealerweise mit unterschiedlichen Liegezonen. Ergänzend trägt ein spezielles Seitenschläferkissen zum höchsten Schlafkomfort bei und beugt Nackenschmerzen oder Verspannungen vor.

Seitenschläfer
Rückenschläfer

Rückenschläfer

Hierbei handelt es sich um die zweithäufigste Schlafposition, die aus Expertensicht absolut wünschenswert ist. Die Wirbelsäule muss sich dabei in einer geraden Linie befinden, währenddessen aber trotzdem ihre natürliche S-Form bilden können, damit sich alle Wirbel in der richtigen Position befinden. Die Matratze darf weder zu weich noch zu hart sein, damit der Körper nicht zu sehr einsinkt, aber auch kein Hohlraum zwischen Körper und Matratze entsteht. Hier eignen sich Matratzenarten mit hoher Punktelastizität – das heißt, sie geben nur an Druckpunkten flexibel Ihrem Körper nach – und ausreichender Stützkraft im Nacken- und Rückenbereich, idealerweise mit Härtegrad 3 bis 4.

Bauchschläfer

Die Bauchlage ist die seltenste der drei Schlafpositionen – hier können grundsätzlich häufiger Schmerzen auftreten, da die Schläfer auf dem Bauch den Kopf zur Seite drehen und meist ein Hohlkreuz bilden. Bei einer zu weichen Matratze ist der Nachteil, dass das Becken zu stark einsinkt, bei einem zu harten Modell hingegen befinden sich Kopf und Becken zu weit oben. In beiden Fällen entsteht eine unnatürliche Biegung der Wirbelsäule. Die Matratze muss daher genügend Unterstützung bieten, um die Wirbelsäule gerade zu positionieren und einem Hohlkreuz entgegenzuwirken, darf dabei aber nicht zu viel Druck auf die inneren Organe ausüben. Für Bauchschläfer empfehlen sich ebenfalls mittelfeste (Härtegrad 3) bis harte Matratzen (Härtegrad 4). Wählen Sie darüber hinaus ein möglichst flaches Kissen, um ein Überstrecken der Halswirbel zu verhindern.

Bauchschläfer

Eine gute Matratze hilft bei Rückenschmerzen

Wenn Sie mit Rückenschmerzen oder anderen Beschwerden zu kämpfen haben, können Sie mit einer Matratze, die zu Ihren individuellen Schlafgewohnheiten passt, eine Menge für Ihre Rückengesundheit tun. Während die falsche Matratze Nacken- oder Rückenschmerzen sowie Verspannungen hervorrufen kann, wirkt das richtige Modell druckentlastend und kann helfen, Beschwerden effektiv zu mindern oder vorzubeugen.

Wichtig: Konsultieren Sie in jedem Fall zunächst Ihren Arzt, um die Ursachen Ihrer Rückenschmerzen zu klären und Behandlungsmöglichkeiten zu erörtern. Ergänzend beraten wir Sie gerne in einem unserer Einrichtungshäuser zur Wahl der richtigen Matratze.

Da Schlafgewohnheiten sehr unterschiedlich sind, gibt es nicht die „eine“ Matratze gegen Rückenschmerzen. Jedoch bietet ein hochwertiges Modell Ihrem Körper ausreichend Unterstützung im Schulter- und Beckenbereich und entlastet Druckpunkte, um Verspannungen und Schmerzen zu reduzieren. Achten Sie auch hier auf den Härtegrad sowie Liegezonen, die Ihre Schlafposition unterstützen – für eine erholsame Nachtruhe.

Ein Tipp: Gerade bei Rückenbeschwerden empfiehlt es sich, die Matratze regelmäßig auszutauschen, da mit der Zeit Liegekuhlen entstehen, durch die Ihr Körper möglicherweise nicht mehr ausreichend gestützt wird. Beachten Sie dazu die Haltbarkeit verschiedener Matratzenarten und ziehen Sie einen Wechsel in Betracht, sobald Sie Liegekuhlen erkennen oder bemerken, dass die Stützkraft nachlässt.

Klimaeigenschaften von Matratzen: Ihr Wärmeempfinden zählt

Je nach Material und Kern haben Matratzen unterschiedliche Klimaeigenschaften. Während einige Wärme besonders gut speichern, sind andere überaus atmungsaktiv und luftdurchlässig. Aus diesem Grund ist beim Matratzenkauf Ihr persönliches Wärmeempfinden entscheidend. Wenn Sie nachts schnell frieren, sind Modelle mit wärmeisolierenden Eigenschaften von Vorteil. Dahingegen eignen sich Matratzen mit guter Luftzirkulation vor allem für Personen, denen schnell warm ist und die nachts vermehrt schwitzen.

Klimaeigenschaften einer Matratze

Zu den Matratzenarten, die Körperwärme speichern, zählen vor allem Kaltschaummatratzen und Viscoschaummatratzen – perfekt also, wenn Sie es nachts gerne kuschelig warm haben. Dahingegen zählen Taschenfederkern-, Gelschaum-, Natur- und Latexmatratzen zu den Matratzenarten, die besonders atmungsaktiv sind und eine gute Durchlüftung ermöglichen. Ziehen Sie diese Modelle in Betracht, wenn Sie es lieber kühl mögen.

Matratzen für Allergiker – antibakteriell und luftdurchlässig

Falls Sie eine Allergie haben, müssen Sie dies beim Matratzenkauf stets im Hinterkopf haben und nach antibakteriellen sowie luftdurchlässigen Modellen suchen. Gerade eine Hausstauballergie kann Sie nachts den Schlaf kosten, da sich Hausstaubmilben durch die hohe Luftfeuchtigkeit in Matratzen besonders wohlfühlen. Von Vorteil sind hier vor allem atmungsaktive Matratzenarten, die die Luft hervorragend zirkulieren lassen und damit verhindern, dass sich die Luftfeuchtigkeit anstauen kann. So nehmen die Matratzen den Milben jeglichen Nährboden. Einige Materialien, wie zum Beispiel Latex, sind grundsätzlich antibakteriell und geben Schimmel oder Hausstaubmilben keine Chance.

Tipp: Achten Sie beim Kauf außerdem darauf, dass der Matratzenbezug abnehmbar ist und bei 60°C gewaschen werden kann – inzwischen ist ein abnehmbarer Bezug aber ohnehin bei den meisten Herstellern gang und gäbe.

Welche Größe muss die Matratze haben?

Bei der Wahl der richtigen Matratzengröße geht es nicht nur darum, das passende Modell für Ihr Bettgestell zu finden. Damit Sie den besten Schlafkomfort genießen, gilt es eine Reihe weiterer Kriterien zu berücksichtigen. Im Idealfall wählen Sie zuerst die richtige Matratzengröße und im Anschluss das dazu passende Bett.

Welche Matratzengrößen gibt es?

Matratzen sind heutzutage in einigen Standardgrößen erhältlich. Unterschieden wird dabei zwischen Einzelbetten und Doppelbetten. Hier sehen Sie die Maße der gängigen Matratzengrößen:

  • Einzelbetten: 80 x 200 cm, 90 x 200 cm, 100 x 200 cm, 120 x 200 cm

  • Doppelbetten: 140 x 200 cm, 160 x 200 cm, 180 x 200 cm, 200 x 200 cm

Matratzen mit 140 x 200 cm Größe sind jedoch auch bei Einzelschläfern sehr beliebt, die gerne etwas mehr Bewegungsspielraum haben. Neben diesen Standardgrößen gibt es herstellerabhängig noch weitere Matratzengrößen, wie etwa die erwähnten Matratzen in Überlängen.

Diese Faktoren sind für die Größe der Matratze entscheidend:

  • Körpergröße: Im besten Fall überschreitet die Matratze Ihre Körpergröße um mindestens 20 bis 30 cm. Bei einer durchschnittlichen Körpergröße ist die normale Matratzenlänge von 200 cm vollkommen ausreichend. Für größere Personen hingegen empfehlen sich Matratzen in Überlängen, die zum Beispiel 210 oder 220 cm lang sind.
  • Personenanzahl: Schlafen Sie alleine oder zu zweit? Vor allem wenn zwei Personen im Bett schlafen, empfiehlt es sich, lieber zu einer größeren Matratze zu greifen. Wichtig ist, dass Sie genügend Bewegungsspielraum haben und genau in der Position liegen können, die für Sie bequem ist.
  • Größe des Schlafzimmers: Nicht zuletzt sind die Schlafzimmergröße bzw. der vorhandene Platz Kriterien, die Sie für die Wahl von Bett und Matratze berücksichtigen müssen.

Was kostet eine gute Matratze?

Matratzen - Preis und Qualität

Die Preise für Matratzen sind je nach Marke, Materialien und Eigenschaften ganz unterschiedlich. Angefangen bei rund 100€, können die Preise bei bis zu 1.500€ liegen. Insgesamt verbringen Sie rund ein Drittel Ihres Lebens auf Matratzen und Lattenrosten – und genau aus diesem Grund können Sie sicher sein, dass es sich in jedem Fall um eine wichtige und sinnvolle Investition für Ihre Schlaf- und Lebensqualität handelt. Trotzdem bedeutet ein höherer Preis nicht automatisch eine bessere Qualität der Matratze. Umgekehrt sollten Sie jedoch auch nicht ausschließlich nach dem günstigsten Schnäppchen suchen.

Grundsätzlich gilt: Ihr Budget muss bei der Entscheidung zwar eine Rolle spielen, doch viel wichtiger ist es, dass Sie eine Matratze finden, die perfekt zu Ihnen und Ihren Schlafgewohnheiten passt. Legen Sie deshalb den Fokus auf die Qualität und die Eigenschaften der Matratze. Dabei stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite.

Qualität und Lebensdauer von Matratzen

Im Durchschnitt hält eine gute Matratze etwa zehn Jahre. Ausschlaggebend für die Haltbarkeit sind in erster Linie die verarbeiteten Materialien, deswegen variiert die Lebensdauer je nach Matratzenart.

Wichtig ist allerdings noch eine Reihe weiterer Faktoren, die die Lebensdauer von Matratzen beeinflussen. Dazu zählen beispielsweise die Beanspruchung durch das Körpergewicht, die Zimmertemperatur, wie viel Sie nachts schwitzen, wie Sie die Matratze pflegen und weitere Gegebenheiten.

Da die Stützkraft mit der Zeit ganz natürlich langsam nachlässt und selbst die besten Matratzenmodelle irgendwann durchgelegen sind, empfiehlt es sich oft schon deutlich früher, die Matratze zu wechseln. Allein aus hygienischen Gründen ist es sinnvoll, die Matratze bereits nach ca. sieben Jahren auszutauschen. Nur durch einen regelmäßigen Wechsel schaffen Sie langfristig ein gesundes Schlafklima und machen Ihr Bett zum absoluten Wohlfühlort.

Woran erkenne ich, dass ich die Matratze wechseln muss?

Die Lebensdauer unterschiedlicher Matratzenarten sind vor allem theoretische Richtwerte. Wir erklären, welche Anzeichen es gibt, anhand derer Sie erkennen, dass eine neue Matratze sinnvoll ist.

  1. An erster Stelle steht Ihr persönliches Wohlbefinden. Wenn Sie auf der Matratze nicht mehr gut schlafen, das Gefühl haben, unbequem zu liegen oder beim Liegen gar Schmerzen haben, müssen Sie unbedingt einen Wechsel in Betracht ziehen.

  2. Prüfen Sie, ob die Matratze sichtbare Liegekuhlen aufweist oder sich durchbiegt. Dies deutet darauf hin, dass Ihr Körper an den entsprechenden Stellen nicht mehr ausreichend und ergonomisch korrekt gestützt werden kann.

  3. Wenn die Matratze stärkere Verschmutzungen oder Gerüche aufweist, ist keine ausreichende Betthygiene gegeben, insbesondere wenn der Matratzenbezug nicht abnehmbar ist.

  4. Hat die Matratze ein Alter von sieben Jahren bereits (deutlich) überschritten, müssen Sie in jedem Fall über eine Neuanschaffung nachdenken.

Haltbarkeit erhöhen: Tipps zur Reinigung und Pflege

Mit der richtigen Pflege können Sie die Haltbarkeit der Matratze zum Teil deutlich verlängern. Vor allem empfiehlt sich ein regelmäßiges Drehen und Wenden der Matratze – sowohl längs als auch quer und am besten alle ein bis zwei Monate. So wird die Matratze ausreichend durchlüftet und kann sich gleichmäßig abnutzen. Außerdem verhindern Sie durch das Wenden eine einseitige Belastung und damit die vorzeitige Entstehung von Liegekuhlen und Abdrücken. Bei speziellen Wendematratzen mit zwei unterschiedlichen Schichten auf Ober- und Unterseite hilft es bereits, wenn Sie die Matratze vom Kopf- zum Fußende des Bettes drehen.

Des Weiteren muss der Matratzenbezug regelmäßig gereinigt werden, damit Schweiß, Hausstaub und anderer Schmutz gar nicht erst bis zum Kern durchdringen können. Der Bezug ist heutzutage bei den meisten Matratzenarten rundum mit einem Reißverschluss versehen und dadurch problemlos abnehmbar. Waschen Sie den Bezug etwa alle drei Monate in der Waschmaschine und beachten Sie dabei die Angaben und Pflegehinweise des Herstellers.

Tipp: Bei gröberem Schmutz oder Krümeln können Sie die Matratze gelegentlich mit einem Staubsauger absaugen. Verzichten Sie dabei jedoch auf zu hohe Saugstärken, damit sich die Materialien im Matratzenkern nicht verschieben und keine ungewollten Dellen entstehen. Am besten verwenden Sie einen kleinen Handstaubsauger oder greifen stattdessen zu einer Polsterbürste mit weichen Borsten. Wichtig für die Haltbarkeit, Belüftung und Hygiene Ihrer Matratze ist außerdem die Unterfederung durch einen hochwertigen Lattenrost.

Qualitätskriterien einer Matratze

Der passende Lattenrost für Ihre Matratze

Lattenrost

Ergänzend zur bequemen Matratze darf auch ein hochwertiger Lattenrost als Unterfederung in Ihrem Bett nicht fehlen! Dabei unterstützt der Lattenrost die Wirkung der Matratze und trägt maßgeblich zum Liegegefühl bei, indem er Ihre Bewegungen im Schlaf flexibel abfedert und nachgibt.

Gleichzeitig ermöglicht der Lattenrost eine gute Luftzirkulation, da die Luft durch die freien Bereiche zwischen den Latten problemlos entweichen kann. Außerdem kann sich so keine Wärme anstauen, was wiederum die Schimmelbildung verhindert und damit die Hygiene und Haltbarkeit der Matratze erhöht.

Bei SEGMÜLLER finden Sie sowohl starre als auch verstellbare Lattenroste, die Ihre Matratze perfekt stützen und einen hohen Liegekomfort gewährleisten.

Zu den Lattenrosten

Übrigens: Haben Sie ein Boxspringbett, benötigen Sie keinen Lattenrost, da die Matratze hier durch eine Box mit Federkern unterlegt wird.

Matratzenratgeber: unser Fazit

Grundsätzlich gilt: Es gibt nicht die eine richtige Matratze. Ausschlaggebend sind Eigenschaften wie der Härtegrad, die ergonomischen Liegezonen oder die verwendeten Materialien. Damit Sie sich stets ausgeschlafen fühlen und maximalen Liegekomfort genießen, muss eine gute Matratze Ihren Körper in Ihrer bevorzugten Schlafposition optimal unterstützen und sanft einbetten.

Doch neben den reinen Eigenschaften und Empfehlungen je nach Schlaftyp oder Körperstatur kommt es in allererster Linie auf Ihr subjektives Empfinden an! Der geeignete Härtegrad und die passenden Materialien allein helfen auch nicht, wenn Sie sich auf der Matratze schlichtweg nicht wohlfühlen. Entdecken Sie unser Matratzen-Sortiment im Onlineshop oder vereinbaren Sie einfach einen Beratungstermin in einem unserer Einrichtungshäuser, um vor Ort verschiedene Modelle testen und probeliegen zu können. Wir helfen Ihnen gerne dabei, die Matratze zu finden, auf der Sie sich rundum entspannen können.

FAQs – weitere häufig gestellte Fragen rund um Matratzen

Welcher Härtegrad ist sinnvoll, wenn zwei Personen auf der Matratze schlafen?

In diesem Fall sollte der Härtegrad immer nach der schwereren Person gewählt werden. Sind die beiden Gewichtsklassen zu unterschiedlich, empfiehlt es sich, eher auf zwei separate Matratzen umzusteigen.

Welcher Matratzen-Härtegrad empfiehlt sich bei Kindern?

Wegen des geringen Körpergewichts kommen bei Kinderbetten vor allem weichere Matratzen zum Einsatz, zum Beispiel Härtegrad 1. Dieser eignet sich bis zu einem Körpergewicht von 60 kg und ist damit besser für Kinder und Jugendliche geeignet als für Erwachsene, die einen anderen Härtegrad wählen sollten.

Kann ich die Matratze auch auf den Boden legen?

Wir raten davon ab, die Matratze direkt auf den Boden zu legen. Lattenrost und Bettgestell sind wichtig, um die Matratze flexibel zu unterfedern und deren Eigenschaften zu unterstützen. Außerdem ist keine ausreichende Belüftung der Matratze gegeben, wenn sie auf dem Boden liegt. So nimmt sie vermehrt Feuchtigkeit auf, was die Schimmelbildung fördert und die Hygiene der Matratze verschlechtert.

Wie oft muss eine Matratze getauscht werden?

Eine allgemeine Faustregel, wann Sie die Matratze wechseln sollten, gibt es nicht. Die Haltbarkeit wird unter anderem durch die Art der Matratze, die verwendeten Materialien und die Beanspruchung durch Ihr Körpergewicht beeinflusst. Allein aus hygienischen Gründen sollten Sie die Matratze jedoch nach spätestens sieben bis zehn Jahren austauschen.

Wann lange dauert es, bis ich mich an die neue Matratze gewöhnt habe?

Wenn Sie eine neue Matratze nutzen, ist das eine Umstellung für Ihren Körper. Wirbelsäule und Muskulatur müssen sich zunächst an die Matratze gewöhnen. Umgekehrt passt sich auch die Matratze schrittweise an die individuellen Formen Ihres Körpers an, sodass Sie ergonomisch korrekt liegen. Nach durchschnittlich vier bis sechs Wochen ist das Körpergefühl für die neue Matratze da. Grundsätzlich dauert die Umgewöhnung aber etwas länger, wenn Sie zuvor bereits länger auf einer durchgelegenen Matratze geschlafen haben.

Welche Matratzen eignen sich für Allergiker?

Schaummatratzen eignen sich aufgrund ihrer Materialien besonders für Allergiker. Durch ihre Beschaffenheit bieten sie zum Beispiel Hausstaubmilben nicht genügend Nährboden, sodass diese sich gar nicht erst einnisten können. Achten Sie beim Kauf zudem auf einen abnehmbaren Bezug und waschen Sie diesen regelmäßig bei 60°C.

Wie wird die Matratze geliefert?

Ihre Matratze wird entweder zusammengerollt oder im normalen, ausgerollten Zustand geliefert. Das ist vom jeweiligen Transportunternehmen abhängig, das die Lieferung durchführt. Durch moderne Techniken und Materialien werden aber auch zusammengerollte Matratzen nicht beschädigt und nehmen nach dem Ausrollen bei Ihnen zuhause schnell wieder ihre perfekte, gerade Form an.