PinZoom
Zurück
Kundenkonto
Kundenkontologin
Warenkorb
Dunkles Sofa mit zwei Kissen in einem hellen Raum mit weißer Wandverkleidung und einem runden Beistelltisch.

Einrichten im Bauhausstil

Funktional und zeitlos schön

Ihr mögt es klar und reduziert? Dann werdet ihr das Bauhaus lieben! Diese Architektur- und Kunstrichtung besticht durch geradlinige Formen und Funktionalität. Lasst euer Heim durch klassische Ikonen glänzen!

Bauhaus: funktionale Einrichtung mit Stil 

Was macht eine gute Einrichtung aus? Welche Möbel ihr auswählt, welche Deko-Artikel ihr ins Regal stellt, das ist nicht nur eine Frage des Geschmacks. Interieur ist eine Wissenschaft für sich – aber eine, die euch mit offenen Armen in eurem Zuhause empfangen will. Es gilt: Euer Leben bestimmt die Möblierung, nicht andersherum. Und genau hier kommt das Bauhaus ins Spiel.

Foto des Interior Designers Niklas Walther im Polaroid-Stil.

Eine neue Ära der Wohnraum-Ästhetik

Gold-Details, Stuck und Pomp: Wer zu Beginn des 20. Jahrhunderts etwas auf sich hielt, der präsentierte seinen Gästen Opulenz. Die verspielte Dekadenz des Art Déco und Maximalismus lagen bei wohlhabenden Menschen im Trend. Doch nicht jeder war damit einverstanden: Die Künstlervereinigung des Bauhauses rund um Walter Gropius bildete eine Gegenbewegung zu diesen Strömungen des Überschwangs.

Gropius gründete 1919 die erste Bauhausschule in Weimar. Hier stand Architektur auf dem Lehrplan, aber auch Schreinerei, Töpferei, Metall- und Glasarbeit sowie Bühnenbild und Grafik. Ziel war es, Kunst und Handwerk zu vereinen – dabei sollte ästhetische Einrichtung gezielt auch für die Arbeiterschicht erschwinglich sein. Zu den bekanntesten Vertretern gehören unter anderem Ludwig Mies van der Rohe, Wassily Kandinsky oder Paul Klee.

1925 wechselte die Bauhausschule nach Dessau. Hier entstanden Gropius’ berühmte Meisterhäuser. 1932 zog die Schule nach Berlin um. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde sie 1933 geschlossen. Viele Künstler emigrierten daraufhin in die USA und verbreiteten auch dort das Bauhaus-Prinzip.  

Farben, Formen und Materialien der Bauhaus-Einrichtung

Grundlage im Bauhaus: Erschwingliche Möbel, die mechanisiert hergestellt sind. Daher ist die Materialauswahl im Bauhaus sehr ähnlich zum Industrial Style. Zentral sind Werkelemente wie Stahl, Metall und Glas, Zement oder Beton. Doch auch das puristische Scandinavian Design spielt mit hinein: Nordische Designer wie Alvar Aalto integrierten Holz in die Stilrichtung.

Eine der obersten Regeln des Bauhaus-Designs ist „Form folgt Funktion“. Sprich: Gegenstände müssen in erster Linie praktisch sein, ihr Aussehen steht an zweiter Stelle. Von Flachdach-Gebäude bis Kindersessel, alle Objekte entsprechen dem Minimalismus ohne unnötige Schnörkel. Geometrische Formen wie rechte Winkel oder Kreise machen die Möbelstücke spannend. Auch fließende, organische Formen sind möglich, solange sie einfach bleiben.

Moderne Bauhaus-Wohnungen zeigen sich oft in gedeckten, erdigen Farben mit viel Weiß und schwarzen Kontrasten. Wer den klassischen Retro-Stil bevorzugt oder gezielte Farbtupfer setzen will: Nach der Farbenlehre der Bauhausschule kommen auch kräftige Grundfarben zum Einsatz. Wobei der Maler und Kunsttheoretiker Johannes Itten jede einer Form zuordnete: Typisch Bauhaus sind das gelbe Dreieck, das rote Quadrat und der blaue Kreis. Diese Farbpalette ist übrigens auch Grundlage der sehr ähnlichen niederländischen Kunstbewegung De Stijl.

Möbel im Bauhausstil

Ein guter Stuhl ist bequem, der Arbeitsplatz ergonomisch, ein Schrank bietet genau den richtigen Stauraum. In einer Bauhaus-Wohnung findet ihr Klarheit und Reduktion: Was keinen Nutzen hat, hat hier keinen Platz. Alles andere unterliegt einer geradlinigen Formensprache.

Dass Möbel im Bauhaus aber gleichzeitig auch hervorragend aussehen, merkt man schon daran, wie viele Stücke zu Design-Klassikern geworden sind. Dazu gehören:

  • Warum vier Beine, wenn ein Metallrohr reicht? Der Freischwinger, erfunden von Mart Stam, ist ein echter Bauhaus-Evergreen. Besonders stilecht wird der Stuhl mit Geflecht. Aber auch Leder-Bezüge passen gut zur bescheidenen Atmosphäre.

  • Was ist praktischer als ein modulares System? Die USM-Haller-Regale stellt ihr flexibel nach euren Vorstellungen zusammen. Die rechteckigen Formen, Stahlrohre und zum Teil auch kräftigen Farben sind typisch Bauhaus.

  • Ein durchgehendes Stahlkonstrukt, eine Platte, fertig: Die Satztische und Hocker Thonet B9 von Marcel Breuer sind vielseitig einsetzbar.

  • Ebenfalls eine Ikone: der Barcelona-Sessel von Ludwig Mies van der Rohe und Lilly Reich.

  • Stahl und ein Lichtkegel: Die Tischleuchte Wagenfeld WG24, entworfen von Wilhelm Wagenfeld, ist kein Blickfang. Und genau das macht ihren Reiz aus.

  • Es sind oft die unscheinbaren Details, durch die Bauhaus-Modelle interessant werden. Bei der Tischleuchte KAISER idell 6631 von Fritz Hansen ist es der filigrane, gebogene Ständer.

  • Entspannung pur ermöglicht der Eames Lounge Chair, den das Designer-Paar Charles & Ray Eames erfunden hat.

  • Opulente Ohrensessel waren im Bauhaus out. Der LC2 Sessel von Le Corbusier ist auf das Wesentliche reduziert. Dank seiner äußeren Stahlrohre integriert er sich gut in einem industriellen Umfeld.

Zurück
Weiter

Deko, aber minimalistisch

Beim Einrichten im Bauhausstil gilt: weniger ist mehr. Bunte Deko seht ihr hier also kaum. Das bedeutet aber nicht, dass Bauhaus-Wohnungen trist sind. Nach den Stilregeln besinnt ihr euch lediglich auf dezente und vor allem funktionale Dekoration. So bilden Möbelstücke plus gezielte Akzente ein Gesamtkunstwerk. Ein gut sortiertes Bücherregal sieht nicht nur chic aus, es hat auch einen Nutzen. Vasen und Kerzenständer in schlichten Formen erfüllen ihren Zweck – und werten Regal und Vitrine auf. Doppelter Effekt: Beim Dekorieren mit Spiegeln prüft ihr nicht nur euer Aussehen, es lässt Räume auch größer und heller wirken. In der Küche sorgen formschöne Kaffeemaschine und Toaster für zeitlose Eleganz.

Sitzmöbel mit Leder- oder Cordbezug schmücken ein Zimmer durch ihr pures Dasein. Drapiert darauf eine brauchbare Anzahl an Kissen und Kuscheldecken aus natürlichen Stoffen, die euch in kühlen Abendstunden warm halten. Auch eine imposante Leuchte reicht oft allein schon aus, um einem Raum Raffinesse zu verleihen.

Nicht zuletzt ist Bauhaus kein Gegensatz zu bunt: Es sollte nur nicht zu wild zugehen. Mit einer farbigen Wand, gerne Ton-in-Ton zu den Möbeln, setzt ihr ein kraftvolles Statement. Und auch ein großes Bild mit geometrischen Mustern dürft ihr gerne in eurem Bauhaus-Zimmer an die Wand hängen. Vielleicht ja ein Kunstdruck von Kandinsky oder Klee?

Passende Produkte für eure Einrichtung im Bauhausstil:

Diese Artikel könnten euch auch interessieren:

PinZoom