Schlafzimmer für Allergiker
Schlafzimmer für Allergiker

Sagen Sie Lebewohl zu tränenden Augen, einem kratzenden Hals und einer gereizten Nase – im Schlafzimmer für Allergiker schlummern Sie entspannt. Verbannen Sie für eine gute Nachtruhe Staub- und Pollenfänger konsequent. Was Sie bei Raumklima, Möbeln und Textilien sonst noch beachten sollten, lesen Sie hier.

Die Luft ist rein: Das ist im Schlafzimmer für Allergiker wichtig

Damit Hausstaub und Pollen Ihnen die Nächte nicht komplett verderben, helfen im Schlafzimmer für Allergiker einfache Hygieneregeln: Glatte Flächen sollten Sie alle zwei Tage feucht abwischen, Polster und Teppiche absaugen. Der Staub kann sich dadurch nicht so leicht auf Matratzen, Betten und Kissen legen und Hausstaubmilben kuschelige Plätzchen zum Einnisten bieten.

In der Nacht leichter durchatmen können Sie, wenn Sie Ihr Schlafzimmer kühl und trocken halten. Milben gedeihen bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 65 und 80 Prozent und einer Zimmertemperatur ab 25 Grad – besser gegen Allergie und für den Schlaf sind 40 bis 60 Prozent und 18 Grad. Deshalb gehören Pflanzen nicht in ein Schlafzimmer für Allergiker. Sie machen einen Raum zwar wohnlich, erhöhen aber die Luftfeuchtigkeit im Raum. Haustiere müssen leider ebenfalls draußen bleiben: Hunde- und Katzenhaare lösen bei empfindlichen Menschen oft heftige Reaktionen aus – auch, weil Pollen sich im Fell der Tiere festsetzen. Lohnenswert ist die Investition in einen Luftreiniger. Er filtert Staub, Pollen und Bakterien aus der Luft.

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Pollen müssen draußen bleiben: Richtig lüften

Ein gesundes Raumklima im Schlafzimmer beschert Ihnen das Stoßlüften. Dabei öffnen Sie mehrmals am Tag das Fenster einige Minuten lang weit, so dass die frische Luft durch die ganze Wohnung zieht.

Während der Pollensaison sollten Stadtmenschen das Schlafzimmerfenster am frühen Morgen für ein paar Minuten aufmachen, Landbewohnern werden die Abendstunden empfohlen. Die Pollenkonzentration im Zimmer lässt sich auf diese Weise um gut zwei Drittel reduzieren, fanden Forscher der TU München heraus.

Gesund einrichten: Die richtigen Möbel für Allergiker

Sie wünschen sich im Schlafzimmer einen farbigen Polstersessel als Hingucker? Gehen Sie grundsätzlich sparsam mit Textilien um und achten Sie bei Ihrer Wahl vor allem auf das Material: Am besten ist ein Bezug aus einem dichten Gewebe wie Mikrofaser oder Polyester. Der undurchlässige Stoff riegelt das gemütlich-feuchte Innere für Milben ab.

Offene Kleiderschränke machen optisch viel her, sind aber für Allergiker ein No-Go. Auf Regalflächen und Kleidern sammeln sich Unmengen von Staub: ein gefundenes Fressen für Milben.

Wählen Sie lieber einen Kleiderschrank mit verschließbaren Türen, in dem Staubfänger gut vor ungebetenen Besuchern versteckt sind.

Morgens als erstes die Füße auf einen flauschigen Teppich zu setzen, ist herrlich. Wenn Sie das als Allergiker tun wollen, wählen Sie ein Kurzflor-Modell und reinigen ihn regelmäßig.

Ein guter Helfer ist ein Staubsauger mit einem HEPA-Filter. Er nimmt kleinste Partikel auf und gibt die Abluft gereinigt von Allergenen ab.

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Ein Bett mit Füßen ist optimal für Allergiker. Es schafft Belüftung von unten, und Sie können darunter regelmäßig den Staub wegwischen. Beim Material ist unbehandeltes Massivholz empfehlenswert, weil es das Risiko von Reizungen verringert. Extratipp: Positionieren Sie Möbel mit Abstand zu den Wänden, damit dazwischen die Raumluft zirkulieren kann.

Für eine schöne Stimmung im Schlafzimmer sorgen farbige Wände. Fragen Sie im Fachgeschäft nach Wandfarben für Allergiker. Sie sind konservierungsmittelfrei und reizen Ihre Schleimhäute nicht. Für Rauhfaser- oder Textiltapeten sollten Sie sich besser nicht entscheiden, an ihnen bleibt ordentlich Staub haften.

Schlafen ohne Stress: Das braucht ein Bett für Allergiker

Hausstaubmilben tummeln sich bevorzugt im Bett. Damit sie Ihnen nicht lästig werden, können Sie hypoallergene Schutzbezüge über Matratze, Kissen und Bettdecke ziehen. Bezüge für Allergiker sind atmungsaktiv, lassen aber weder Milben noch andere Kleinstteilchen durch. Wichtig: Die sogenannten Encasings sollten Sie alle sechs bis acht Wochen bei 60 Grad waschen.

Wenn Ihnen das regelmäßige Abziehen widerstrebt, können Sie in spezielle Kissen, Betten und Bettwäsche für Allergiker investieren. Sie sind aus Mikrofaser, Polyester oder kochfester Baumwolle gemacht und lassen sich in der Waschmaschine reinigen. Ist Ihre Allergie-Belastung sehr hoch, macht eine Matratze für Allergiker Sinn. Sie besteht aus Gel- oder Kaltschaum und einem Bezug, der abnehm- und waschbar ist.

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